Von Trekstor und Zen Schrott
23. May 2009 19:08 (bearbeiten)

Mein erster MP3 Player war ein Trekstor mit 128 MB glaube ich, vielleicht eventuell sogar 512 MB.
Der Trekstor verrichtete etwa ein Jahr lang gute Dienste. Dann ging er plötzlich kaputt und ließ sich nicht mehr einschalten.
Da ich vom Trekstor eigentlich (ich weiß, dass ich das Wort zum zweiten Mal verwende <- ist bewusst) ganz begeistert war, kaufe ich mir törrichterweise nochmal einen. Der hielt dann etwa nur noch halb so lang. Hatte aber ein schönes OLED Display.
Von Trekstor enttäuscht und verwundert ob die Player ein maximales Haltbarkeitsdatum einprogrammiert haben (oder ich es einfach nur übersehen hatte?), kaufe ich mir dann einen Creative ZEN mit 2 Gigabyte.
Der war schön klein und konnte praktisch alles was ich von meinem MP3 Player (den ich bisher (!) übrigens ausschließlich als Auto-Radio Erweiterung via Kassetten Adapter verwendete) erwartete.
Der ZEN hielt etwa auch ein Jahr bis er dann aus dem Nichts heraus eines Tages auf der Rückfahrt vom Büro spontan keine Lieder mehr abspielen wollte. Da half weder ein Reset noch ein verzweifeltes Schütteln.
Mein nächster MP3 Player? Mhh, eine wirklich schwierige Frage. Definitiv keinen Trekstor und keinen Creative mehr. Auch wenn ich von mir aus Pech mit dem Modell oder dem Gerät haben sollte bin ich von beiden Herstellern enttäuscht. Und da die Auswahl mehr als überschaubar ist, warum nicht von einem anderen?
Von meinem iPhone hingegen bin ich ehrlich begeistert. Auch fürs Auto ist es ganz gut geeignet (als MP3 Player). Aber fürs Joggen ist es etwas zu groß und zu schwer in der Jogginghosentasche. Eine Armhalterung ziehe ich nicht in Betracht.
Ich werde echt mal bei Apple vorbeisurfen und kucken, was die kleines im Angebot haben. Ich hoffe echt, dass deren MP3 Player etwas länger halten. Da fällt mir ein: mein iPhone ist jetzt knapp ein Jahr alt...
Who killed the electric car?
20. Jul 2008 15:15 (bearbeiten)
Es gehörte zu den schnellsten und am effizientesten produzierten Autos die jemals gebaut wurden. Es wurde ausschließlich durch Strom betrieben, erzeugte keine Emissionen und katapultierte die US-amerikanische Technologie an die Spitze der Automobilindustrie. Die wenigen glücklichen, die es fuhren, wollten es nie mehr hergeben. Warum also hat General Motors seine Flotte von in der Wüste von Arizona zerstören lassen?
Ueberall Werbung
10. Apr 2007 20:03 (bearbeiten)
Es ist zwar wirklich nichts neues, doch jetzt kommt es langsam richtig in Mode. Die Rede ist von der sogenannten InGame-Werbung, also Werbung die PC- und Konsolenspieler in aller Welt demnächst zwangsweise in ihren geliebten Spielen zu sehen bekommen.
Den Anfang macht dabei Valve über die Spiele-Plattform Steam (Halflife, Counterstrike). Dort sind seit Mitte dieser Woche in offiziellen Karten maximal 3 Werbebanner auf speziellen Plätzen in den Leveln angebracht.
Kurz zur InGame Werbung an sich.
An dieser Stelle ein Zitat von Wikipedia über die Geschichte der InGame Werbung:
Werbung in Computerspielen gibt es schon seit frühesten Atari-Tagen, damals eher in Form von Werbebannern. Schon in den frühen Tagen der Computerspielerei, sobald die Grafik es erlaubte, waren die Bildschirme gespickt mit den Logos der Entwicklerfirmen. Schnell wurde auch die Beliebtheit von Spielen wie z.B. Summer- und Wintergames erkannt und in den nachfolgenden California-Games gleich eine ganze Latte von Marken und deren Logos eingebaut. \r\n\r\nMittlerweile hat der weltweite Umsatz der Spielebranche jenen der Kinoeinnahmen von Hollywood überholt. Die Werbeindustrie ist dadurch gezwungen, im Zuge der Verschmelzung von Film und Videospiel als Werbeträger neue Wege zu gehen. PC- und Videospiele werden damit für Werbetreibende zunehmend interessant. Dazu kommt, dass Fernsehen und Presse die unter 30-jährigen Konsumenten immer weniger erreichen. Werbung soll in Zukunft für Hersteller von Computerspielen eine wichtige Einnahmequelle werden.
Da flüchtet also der 'durchschnittliche Konsument' (mehr sind wir wohl nicht) von der ach so tollen Fernsehlandschaft zum PC (oder der Konsole). Gründe? Mhh, ist das Programm vielleicht beschissen? Gibt es vielleicht zu viel Werbung, so dass der 'Spass am fernsehen' eher getrübt wird? Ist es Zeitverschwendung sich die x-te Wiederholung irgendeiner verkackten Seifenoper anzusehen? Ist es nicht mehr oder weniger alles das selbe?
Interessiert nicht. Fakt ist, der Markt verschiebt sich. Die Anbieter müssen nachziehen. \r\n\r\nWas soll der Spieler - der in Zukunft sicherlich nach wie vor um die 50 Euro für ein PC-Spiel berappen muss - also groß dagegen tun? Klar, er könnte den Kauf des Spiels boykottieren. Oder er könnte (falls er/sie es unbedingt haben muss) offline gehen, um so die Werbung nicht sehen zu müssen. Sofern natürlich nicht bereits Werbung mit auf die CD/DVD gebrannt ist, versteht sich.
Doch ich gehe stark davon aus, dass es in Zukunft kaum noch Spiele geben wird, die offline überhaupt funktionieren. Beispielsweise Valves Steam, welches, bevor man es spielen konnte, erst einmal online freigeschaltet werden musste.\r\n\r\nEine ziemliche Sauerei wie ich finde.
Ich kaufe mir doch kein Spiel um Werbung zu sehen. Genauso wie ich mir keinen Film oder keine Serie oder kein Buch kaufe, um dann doch von der Werbung belästigt zu werden. Was würde denn der 'Konsument' sagen, wenn mitten im neuen James Bond auf einmal Werbung für irgendeine Bonzenuhr gemacht werden würde?
Ok, schlechtes Beispiel. James Bond war ja bereits voller Werbung. Den braucht man dazu nicht einmal zu unterbrechen.
Ein anderes Beispiel sind die Kinos. Dort kommt vor einem Film manchmal bis zu 45 Minuten Werbung. Und zur Werbung zähle ich auch Trailer für andere Filme. Was soll das? Ich zahle doch keine sechs bis zehn Euro um dann doch wieder Werbung zu sehen?
Da wundert es mich auch nicht, dass anscheinend immer weniger Leute ins Kino gehen. Das Wort "anscheinend" deshalb, da ich davon noch nichts gespürt habe.\r\n\r\nDas alles nur um Menschen zum Konsum zu bewegen. Dass der Effekt, den die Werbung auf eine Person hat, wissenschaftlich gar nicht nachgewiesen ist, steht auf einem anderen Blatt.
Und zum Schluss noch ein Teil dieser Heise Meldung. Den letzten Satz darf man sich dabei auf der Zunge zergehen lassen.
In das so genannte In-Game-Advertising investierten Werbefirmen nach Zahlen des US-Marktforschungsunternehmens Yankee Group Research allein im vergangenen Jahr rund 165 Millionen US-Dollar. "Bis 2010 werden in diesem Bereich mehr als 732 Millionen US-Dollar jährlich umgesetzt", prognostiziert Yankee. Grund sei insbesondere, dass Männer im Alter zwischen 18 und 34 Jahren bereits heute im Schnitt mehr Zeit mit Computerspielen (12,5 Stunden pro Woche) verbringen, als vor dem Fernseher (9,8 Stunden). Hinzu kommt, dass Spieler – anders als TV-Zuschauer – hochkonzentriert und teilweise auch emotional gefesselt vor dem Bildschirm sitzen. Die Aufnahmefähigkeit für Werbung ist deshalb um ein Mehrfaches höher.
